Die Wurzeln der Gesellschaft reichen bis weit ins vorletzte Jahrhundert zurück. Im Jahre 1855 gründeten ein paar senkrechte Bürger den Feldschützenverein Neumünster-Zürich. Vaterländische Gesinnung, gute Kameradschaft, regelmässige  Schiessübungen und der Besuch von auswärtigen Schützenfesten standen im Vordergrund. Einigen Schützenkameraden war dies aber nicht genug. Für sie stand der sportlich-wettkampfmässige Schiessbetrieb im Vordergrund, welcher den Verein in die Spitzenränge der Schützenfeste hätte führen sollen, sowohl im Einzel- wie auch im Sektionswettkampf.

 

Nach einiger Zeit ergab sich, dass die Strukturen der Feldschützen sowie die Ambitionen einer Mehrzahl der Mitglieder ein Erreichen dieser Ziele nicht erlaubte. So bildete sich eine Gruppe von Schützen, die willens waren, die nötigen Voraussetzungen für einen entsprechenden Schiessbetrieb zu schaffen. Sie trennten sich in der Folge im Jahr 1895 vom Feldschützenverein Neumünster und gründeten die Standschützengesellschaft Neumünster - Zürich. Die neue Gesellschaft umfasste u.a. auch Schützen, die sowohl in der Wirtschaft, in der Politik wie auch im militärischen Bereich wichtige Positionen einnahmen. Mit viel Konsequenz und Erfolg wurde die Schiessfertigkeit verbessert. Bald einmal gehörten die Gesellschafter zu den Besten des Landes, und zwar sowohl auf der klassischen Distanz 300 m, wie auch bei den Pistolenschützen. Eine Vielzahl von Siegen an Schweizer Festen, wie auch bei internationalen Wettkämpfen, konnte verbucht werden. Eine ganze Reihe von Weltmeistertiteln folgte, namentlich auch in den Mannschaftswettkämpfen.

Auch bei den Schweizer Gruppenmeisterschaften sowohl im Bereich Gewehr 300 m wie auch bei der Pistole 50 m, waren die Wettkämpfer der Standschützen Neumünster bis in die 70iger Jahre das Mass aller Dinge.

 

Aber auch bei den Standschützen gab es Gesellschafter, für welche nicht nur das sportliche Hochleistungsschiessen erste Priorität hatte, sondern denen auch das freundschaftliche Schiessen und die Pflege der Kameradschaft am Herzen lagen. Sie erreichten zwar immer noch ausgezeichnete Resultate, wollten oder konnten aber nicht mehr so viel Zeit investieren, sei es wegen der beruflichen Belastung oder aus Altersgründen.

 

Im Jahr 1979 konnte anlässlich einer Bannerweihe der Standschützengesellschaft das erste Revolver-Vorderladerschiessen durchgeführt werden. Als Patin des Banners schenkte die Zunft Riesbach den zukünftigen Schwarzpulverschützen Neumünster drei nachgebaute Trommelrevolver mit Perkussionszündung.

 

Eigentlich war dieser Anlass als Initialzündung für die Gründung der Vorderladersektion gedacht. Noch war jedoch die Zeit dazu nicht reif. Nach einigen Diskussionen und einem weiteren Probeschiessen fanden sich anfangs 1986 genügend Interessenten, die der Sektion als Mitglied und aktive Schützen beitreten und die neue Gesellschaft auch sonst unterstützen wollten. So wurde am 12. März 1986 die Gründungsversammlung  einberufen, zu welcher elf Gründungsmitglieder erschienen. Sieben weitere Schützen entschuldigten sich, bestätigten aber ihre Mitgliedschaft. Die Gesellschaft begann ihre Tätigkeit im Anschluss an die Versammlung schliesslich mit einundzwanzig Mitgliedern.